ILFA gestaltet die Zukunft der europäischen Leiterplatten- und Mikroelektronikindustrie aktiv mit

Veröffentlicht von Christian Vandreier am

(Hannover, 12.06.2026)



Technologische Souveränität, resiliente Lieferketten und der Ausbau europäischer Fertigungskapazitäten gehören zu den wichtigsten industriepolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Als aktives Mitglied nationaler und europäischer Branchenverbände bringt sich ILFA kontinuierlich in die Diskussionen zur Zukunft der Elektronik- und Mikroelektronikindustrie ein.


Über die Mitarbeit im ZVEI sowie den regelmäßigen Austausch mit europäischen Partnerverbänden wie EIPC und weiteren Branchenorganisationen verfolgt ILFA die politischen und technologischen Entwicklungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Materialien und Leiterplatten, EMS über Packaging bis hin zu Halbleitern und Systemintegration.

Ein aktueller Schwerpunkt ist die Weiterentwicklung des European Chips Act 2.0. Die von der Europäischen Kommission vorgestellte Neufassung des Gesetzes erweitert den sogenannten „First-of-a-Kind“-Ansatz erstmals auf weitere Bereiche der Mikroelektronik-Wertschöpfungskette, darunter Leiterplatten, EMS, Advanced Packaging und Assembly. Damit wird die strategische Bedeutung der europäischen Leiterplattenindustrie erstmals deutlich stärker berücksichtigt. Diese Entwicklung ist auch das Ergebnis des intensiven Engagements europäischer Industrieverbände und ihrer Mitgliedsunternehmen.


ILFA begleitet diese Entwicklungen über verschiedene Verbands- und Arbeitskreise aktiv und beteiligt sich am Dialog zwischen Industrie, Politik und Forschung. Dazu gehören insbesondere die Diskussionen innerhalb der ZVEI-Gremien zu regulatorischen Fragestellungen, Investitionsbedingungen und industriepolitischen Maßnahmen zur Stärkung des europäischen Standorts.

Ein weiteres Beispiel für die erfolgreiche europäische Zusammenarbeit ist die Studie „Europe’s Semiconductor Business Case“, die von einem deutsch-niederländischen Konsortium unter Beteiligung von ZVEI und FME erstellt wurde. Die Studie zeigt das Wachstumspotenzial des europäischen Halbleitermarktes bis 2040 auf und unterstreicht die Bedeutung einer leistungsfähigen europäischen Wertschöpfungskette für Mikroelektronik und Leiterplatten.


Auch auf europäischer Ebene engagiert sich die Branche im direkten Austausch mit politischen Entscheidungsträgern. Im Rahmen einer parlamentarischen Veranstaltung in Brüssel diskutierten Vertreter der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments sowie führender Technologieunternehmen über Maßnahmen zur Stärkung des Mikroelektronikstandorts Europa. Solche Plattformen sind entscheidend, um die Interessen der europäischen Leiterplattenindustrie frühzeitig in politische Prozesse einzubringen.

Darüber hinaus unterstützt ILFA den fachlichen Austausch innerhalb der Branche durch die Beteiligung an Fachveranstaltungen, Konferenzen und Technologieforen. Themen wie Advanced Packaging, Embedded Technologies, resiliente Lieferketten, Mobilität und Verteidigungstechnologien gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung und verdeutlichen die Schlüsselrolle moderner Leiterplatten für die industrielle Transformation Europas.


Durch sein Engagement in nationalen und europäischen Verbänden trägt ILFA aktiv dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Elektronikindustrie zu stärken, Innovationspotenziale zu erschließen und die Interessen der Leiterplattenbranche auf europäischer Ebene wirksam zu vertreten.

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